Vagina - Scheide
admin am 23. November 2009
Vagina - Scheide
eines der inneren weiblichen Geschlechtsorgane
Es ist falsch, die Vagina, also die Scheide, als das Geschlechtsorgan der Frau zu sehen. Die weiblichen Geschlechtsteile sind in vielen Kulturen eine Tabuthema. Häufig werden die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane, also die Vulva, fälschlicherweise als Vagina bezeichnet. Sie ist dennoch ein weibliches Geschlechtsorgan, welches beim Geschlechtsverkehr den Penis und das von ihm ausgestoßene Sperma mit den darin enthaltenen Spermien aufnimmt. Bei den Säugetieren wandern dann die Spermien durch den Muttermund zur Gebärmutter und weiter in die Eileiter. Primaten beispielsweise dient die Vagina aber auch als Abfluss für Menstruationsblutungen. Bei einer Geburt wird die Vagina zum Geburtskanal für das Neugeborene.
Im Allgemeinen ist die Vagina ein dehnbarer, muskulärer Schlauch, der beim Menschen zwischen 8cm und 10cm lang ist. An der Seite der Gebärmutter ragt die Portio vaginalis des Gebärmutterhalses zapfenartig in die Vagina vor, wodurch ein größeres hinteres und vorderes Scheidengewölbe entsteht. Weiters mündet die Scheidenöffnung in den Scheidenhof, auf dessen Übergang sich das Jungfernhäutchen befindet und die Vagina teilweise verschließt. Die Hinterwand der Vagina ist mit dem Rektum durch Bindegewebe verbunden, sowie auch die gegenüberliegende Wand mit der Harnblase und der Harnröhre.
Wird nun bei sexueller Erregung die Vagina durch wässrige Transsudation aus dem Epithel befeuchtet, so spricht man von einer Lubrikation. In den Bartholinschen Drüsen, welche in den Scheidenhof münden, wird bei Erregung ebenfalls ein schleimhaltiges Sekret abgesondert. Aufgrund des Einflusses des Sexualhormons Östrogen und einer speziellen Keimflora ist das Vaginalsekret sauer und dient somit dem Schutz des weiblichen Genitaltraktes durch Infektionen. Wird dieses Vaginalmilieu gestört, so steigert das die Anfälligkeit für Infektionen und mechanische Reize, wodurch es zu einer Scheidenentzündung mit Ausfluss kommen kann. Durch die ansteigende Östrogenwirkung in der Pubertät bemerken viele Mädchen einen schleimig- glasigen Fluor, der auch Weißfluss genannt wird. Dieser wird häufig als unangenehm und beschmutzend bezeichnet, er ist jedoch ein Zeichen der gesunden Entwicklung zur geschlechtsreifen Frau und, solange er geruchlos ist, kein Krankheitszeichen. Werden allerdings unangenehm riechende Ausflüsse bemerkt, so sollte man möglichst bald einen Arzt aufsuchen, um mögliche Ursachen wie Fremdkörper und bakterielle Infekte erkennen und behandeln zu können
Beim intravaginalen Geschlechtsverkehr, intravaginal bedeutet “in der Vagina liegend”, dringt der Mann mit seinem Penis in die Vagina der Frau ein. Auch diese Form der sexuellen Betätigung kann zum Orgasmus führen, wobei jedoch umstritten ist, ob dieser durch die Reizung der Vagina oder durch eine durch die Bewegung gereizte Klitoris ausgelöst wird. Denn die Vagina besteht im Wesentlichen aus relativ nervenarmen Gewebe. In diesem Zusammenhang taucht häufig der sogenannte G- Punkt auf.
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