Archiv für das Tag 'frauen'

bisexualität

admin am 11. October 2009

bisexualität

sexuelle Neigungen

Die Silbe bi stammt aus dem Lateinischen und bedeutet “zweifach”. Unter bisexuellen Menschen versteht man Personen, die sowohl homosexuelle als auch heterosexuelle Partnerschaften eingehen - manchmal sogar gleichzeitig - und Sex mit beiden Geschlechtern haben. Dabei kann Bisexualität dauerhaft sein oder nur zeitweise zum Ausdruck kommen.

Sigmund Freud hat die These aufgestellt, dass im Grunde jeder Mensch bisexuell ist und die homosexuellen und heterosexuellen Anteile individuell verschieden stark ausgeprägt sind. Gesellschaftliche Zwänge und Tabus so erkannte schon Freud, führen oft zu Verdrängung der homosexuellen Anteile ins Unterbewusstsein.
Sexuelle Identitäten halten selten ein Leben lang. Im Übrigen ist das Wort Bisexualität wissenschaftlich umstritten, denn es suggeriert eine Dreiteilung zwischen Heterosexualität, Homosexualität und Bisexualität, die es so nicht gibt. Der Sexualaufklärer Oswalt Kolle sagte, dass „jeder Mensch bisexuell ist“.

Bisexualität heißt im Übrigen „Doppelgeschlechtlichkeit“ und kommt ursprünglich aus der Biologie. Eine bisexuelle Grundstruktur gibt es nicht nur bei Menschen, sondern bei allen Lebewesen. Es wird davon ausgegangen, dass sich die sexuellen Neigungen in der Pubertät ausbilden. Aber selbst wenn sich eine homo- oder heterosexuelle Identität ausgebildet hat, ist diese nicht bindend für das ganze Leben. Die sexuelle Identität kann sich mehrfach ändern.

Bin ich bisexuell, wenn ich als Mann Sex mit Männern habe oder als Frau Sex mit Frauen habe und Beziehungen mit ihnen haben, aber rein theoretisch mit einer Frau oder einem Mann glücklich werden könnte? Die Antwort lautet ja.

Es gibt kein richtiges oder falsches bisexuell. Vielen fällt es aber leichter durchs Leben zu kommen, indem sie sich für eine Seite entscheiden. Gründe gibt es dafür mehr als einen. Manche haben schlechte Erfahrungen gemacht mit einem Geschlecht.
Eigentlich gibt es keine Bisexualität, sondern nur bisexuelles Verhalten

Denn im Prinzip befindet sich zwischen Homosexualität und Heterosexualität eine große Skala, in der sich die meisten Menschen einreihen können. Dieses würde man als bisexuelles Verhalten bezeichnen.

Jeder einzelne entscheidet für sich selbst, wie er/sie glücklich wird. Nicht immer ist die Entscheidung leicht und richtig. Manche haben einfach das Gefühl, dass ihnen etwas fehlt, wenn sie nur mit einer Person zusammen sind. Sie möchten beides haben und manchmal gleichzeitig. Die „anderen“ Neigungen zu unterdrücken oder sie heimlich in einer Beziehung auszuleben sorgen für Stress und können mitunter zu gesundheitlichen Problemen führen.

http://www.hosi.at

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weltfrauentag

admin am 8. March 2009

8.maerz – weltfrauentag, meinungen und gedanken

meine Gedanken und meine Meinung:

heute ist Weltfrauentag, dieser Tag sollte uns erinnern das am 8.3. 1908 Arbeiterinnen in New York für bessere Arbeits und Lebensbedingungen streikten. Das wir Frauen heute, in der ersten Welt, zwar bessere Lebens und Arbeitsbedingungen haben, es aber noch immer keine Gleichstellung mit dem Mann in der Arbeitswelt und auch in der Gesellschaft gibt, sollte uns nachdenken lassen.

Frauen in der ersten Welt bekommen, meistens, noch immer weniger bezahlt für die gleiche Leistung und in Top Positionen müssen sie wesentlich mehr Einsatz zeigen als Männer.

Frauen werden noch immer negativ bewertet wenn sie ein offene Einstellung zur Sexualität haben und diese auch ausleben wie Männer. Männer sind dann ganze Kerle, Frauen sind Nutten, schlechter Umgang usw.

Die häusliche und sexuelle Gewalt, gegenüber Frauen, ist nach wie vor hoch – ansonst wären die Frauenhäuser nicht so stark frequentiert.

Der Frauenhandel bringt sehr ertragreichen Profit, und somit sind wir bei den ärmeren Ländern und Ländern der 3. Welt.

Das Frau sein in diesen Ländern ist alles andere als akzeptabel, es gibt für viele Frauen keine sexuelle Selbstbestimmung, Arbeit nur zum Billigstlohn, in einigen afrikanischen Ländern wird noch immer die Beschneidung, besser gesagt die Verstümmelung, der Klitoris und der kleinen Schamlippen durchgeführt.

Darüber werde ich ein anderes Mal einen Kommentar verfassen.

2009 werden noch immer viele Frauen benachteiligt.

Wir sollten an diesem heutigen Tag an das Denken was viele Frauen vor uns erkämpft haben, aber es liegt noch vieles vor uns was wir verbessern müssen.


Gedanken und Meinungen:

Beschreibung aus bfg-bayern.de

Wissenswertes aus der Geschichte

Der Weltfrauentag geht auf den 8.3.1908 zurück. Damals traten die Arbeiterinnen der Textilfabrik “Cotton” in New York in Streik, um bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Fabrikbesitzer und Aufseher schlossen die Frauen in die Fabrik ein, um den Kontakt und die Solidarisierung mit anderen Belegschaften zu verhindern. Als plötzlich ein Feuer ausbrach, starben 129 Arbeiterinnen in den Flammen.

Initiiert durch Clara Zetkin (1857-1933) fand der erste Internationale Frauentag am 19. März 1911 statt. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten sich. Die Wahl dieses Datums sollte den revolutionären Charakter des Frauentages unterstreichen. Der 18. März war der Gedenktag für die Gefallenen in Berlin während der Revolution 1848.

Die zentralen Forderungen waren:

· Kampf gegen den Krieg

· Wahl- und Stimmrecht für Frauen

· Arbeitsschutzgesetze

· ausreichender Mutter- und Kinderschutz

· der Achtstundentag

· gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung

· Festsetzung von Mindestlöhnen

In den folgenden Jahren wurde der Internationale Frauentag jährlich zwischen Februar und April begangen. Die Festlegung des Internationalen Frauentages auf den 8. März erfolgte 1921. Damit sollte an den Textilarbeiterinnen-Streik in Petersburg erinnert werden, der auf andere Sektoren übergriff und eine große Arbeiterinnendemonstration auslöste. Diese Kämpfe fanden anlässlich des Frauentages am 8. März 1917 statt - nach dem alten russischen Kalender am 23. Februar - und lösten den Beginn der “Februarrevolution” aus.

Einen starken Rückschritt brachte in Deutschland die NS-Ideologie von der Rolle der Frau als Ehefrau und Mutter. Während des 3. Reichs war der Frauentag verboten und wurde durch den Muttertag ersetzt.

Nach dem 2. Weltkrieg fanden in der DDR bereits 1946 wieder Feiern zum Frauentag statt. In den sozialistischen Ländern wurde die gesellschaftliche Befreiung der Frau gefeiert und der Tag mit offiziellen Feiern für die Frauen organisiert. In der BRD  wurde der Frauentag erst in den späten 60er Jahren von der neuen, autonomen Frauenbewegung wiederbelebt. Der 8. März wurde zu einer wichtigen Plattform der Frauenbewegung. Themen wie die Rechte von Ausländerinnen, die Diskriminierung von nichtheterosexuellen Lebensweisen und die bessere Sicherung der Frauenrechte im Rahmen der europäischen Annäherung werden aufgegriffen.

Und woher kommt der Brauch, Frauen am 8. März anlässlich des Frauentags mit einer roten Rose zu beschenken?

1986 feierte der Frauentag seinen 75. Geburtstag. Dieser Frauentag stand unter dem Motto:

Wir wollen Brot und Rosen!

Brot steht für:

Recht auf Arbeit

Gerechte Entlohnung

Gleiche Bildungs- und Ausbildungschancen

Menschgerechte Arbeitsbedingungen

Berufliche Entfaltung und Fortentwicklung

Eigenständige soziale Sicherung für die Frau

Rosen steht für:

Die Möglichkeit mit Kindern zu leben und berufstätig zu sein

Familiengerechte Arbeitszeiten

Die Befriedigung kultureller Bedürfnisse

Eine menschenwürdige Wohn- und Lebensumwelt

Humane Politikformen

Toleranz

Frieden

http://www.bfg-bayern.de/ethik/Realschule/weltfrauentag.htm

http://www.faduma-korn.de/info_fgm.html

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dokumention arbeitsfeld prostitution

admin am 3. March 2009

Kreuz und Quer Dokumentation um 22.30h  auf Orf 2 - Arbeitsfeld Prostitution, Mama putzt

“Arbeitsfeld Prostitution” – Ein Film von Sabine und Michael Ranocha und Barbara Krenn

“Arbeitsfeld Prostitution” setzt sich mit der Realität von Prostitution in Österreich auseinander, beleuchtet die gesellschaftliche und rechtliche Stigmatisierung Prostituierter und zeigt die Spannung auf zwischen dem Kampf nach Legalisierung “des Gewerbes” von sogenannten Sexarbeiterinnen, die sich aus freiem Willen prostituieren, und der Schutzbedürftigkeit Zwangsprostituierter. Gerade die Diskrepanz zwischen Opfer-Dasein und Selbstbestimmung beschäftigt auch die feministische Theologie. Welchen Platz die feministische Theologie in dieser Frage einnimmt, wie sie den biblischen Zusammenhang sieht und wie sehr das Thema die Genderfrage – also die Frage nach dem Bild von Mann und Frau in Kirche und Gesellschaft – betrifft, diesen Fragen geht die Dokumentation nach.

Viele verdienen an Prostitution

In nahezu jeder Kultur wird Prostitution ausgeübt, wobei die soziale und gesellschaftliche Akzeptanz große Unterschiede aufweist. Daten über den Konsum von sexuellen Dienstleistungen sind kaum zu erfassen – die Zahlen dürften jedenfalls hoch sein.

Innerhalb einer Gesellschaft verdienen in aller Regel viele an diesen Dienstleistungen: Vermittler/innen, Bordellbetreiber/innen, Bar- und Clubbesitzer/innen. Aber auch Bund, Länder und Gemeinden nehmen Steuern und Bußgelder ein. Nicht nur die große Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen, sondern auch die Tatsache, dass viele einzelne Menschen, Branchen und staatliche Institutionen an der Prostitution verdienen, könnte als Ausdruck für deren gesellschaftliche Akzeptanz gewertet werden. In großem Widerspruch dazu wird jedoch Prostitution ethisch abgelehnt.

Für eine Theologie mit Frauenperspektive

Hier setzt die feministische Theologie an. Wissenschafterinnen wie die feministische Theologin Renate Kirchhoff bemühen sich um eine Theologie unter besonderer Berücksichtigung der Frauenperspektive und versuchen, patriarchale Strukturen, die Frauen benachteiligen, zu hinterfragen und Stigmatisierungen zu benennen und aufzubrechen. Kirchhoff ist davon überzeugt, dass Prostitution so alt ist wie das Patriarchat und Teil dieses Systems ist. Es geht ihr nicht darum, Prostitution als solche gutzuheißen oder zu fördern. Es komme vielmehr darauf an, die Situation von Frauen, die von der Prostitution leben, zu verbessern und die gesellschaftliche und kirchliche Einstellung gegenüber der Prostitution zu ändern.

Prostitution gilt als “sittenwidrig”

In Österreich gilt Prostitution durch einen Spruch des Obersten Gerichtshofs als “sittenwidrig”. Dadurch ist es nicht möglich, Verträge über Sexarbeit einzugehen oder daraus Rechtstitel zu erstreiten. Eine Prostituierte kann aufgrund dessen ihre Rechte nicht einklagen. Sexarbeit ist in Österreich zwar als selbstständige Tätigkeit erlaubt und auch mit Auflagen, mit Kontrollen und Pflichten verbunden, bleibt aber rechtlos. Vor allem Migrantinnen und Asylwerberinnen werden oft ausgenutzt – so die Einschätzung der Caritas-Beratungsstelle LENA in Linz. Da Asylwerberinnen in Österreich einer selbstständigen Tätigkeit nachgehen dürfen, ist die Prostitution für sie oft die einzige Möglichkeit, legal einer Arbeit nachzugehen. Frauen geraten dadurch oft in einen Teufelskreislauf, aus sie schwer wieder herauskommen. LENA unterstützt diese Frauen, Wege aus der Prostitution zu finden.

Zwangsprostituierte

Noch schwieriger ist es für Frauen, die – oft aus dem Osten Europas – als “Animierdamen” oder “Tänzerinnen” angeworben werden, denen große Versprechungen gemacht werden, die dann aber als Zwangsprostituierte in Österreich landen. Alina beispielsweise musste diese schmerzliche Erfahrung machen. Fünf Jahre lang wurde sie zwangsprostituiert, bis ihr endlich die Flucht gelang. Nach jahrelanger Therapie kann sie heute vor der “kreuz und quer”-Kamera über ihre Erlebnisse sprechen.

Zu Wort kommen in der Dokumentation “Arbeitsfeld Prostitution” neben der evangelischen Theologin Renate Kirchhoff, den Mitarbeiterinnen der CARITAS-Beratungsstelle LENA und der ehemaligen Zwangsprostituierten Alina u. a. auch eine Sexworkerin, die sich für die Rechte von Prostituierten einsetzt, die aus freiem Willen dieser Tätigkeit nachgehen, und der katholische Moraltheologe Walter Schaupp.

“Mama putzt” – Ein Film von Limor Pinhasov

1990 war die 22-jährige Bolivianerin Marisa Villozial frisch geschieden und an der Grenze zur Armut. Ihre einjährige Tochter und den dreijährigen Sohn ließ sie bei ihren Eltern und flog über den Atlantik, um Arbeit zu suchen. Sie landete in Israel, schuftete 15 Jahre lang als Putzfrau und schickte Geld nach Hause. Das Größerwerden ihrer Kinder bekam sie lediglich durch unregelmäßige Telefonate mit.

Rückkehr nach 15 Jahren

Im Februar 2005 kehrt Marisa nach Bolivien zurück, um wieder mit ihrer Familie vereint zu sein und die Rolle einer richtigen Mutter zu übernehmen. Doch ihre Heimkehr nach Cochabamba ist nicht einfach. Sohn und Tochter, mittlerweile 16 und 18, sind bald enttäuscht – Mutter und Kinder verhalten sich wie Fremde zueinander.

Und das Haus, das mit Marisas Geld errichtet werden hätte sollen, stellt sich als Rohbau heraus. Ihr Vater hatte ein überdimensioniertes Haus zu bauen begonnen. Nun reicht das Geld nicht mehr, halbfertig steht es da.

Zu allem Überdruss sind Marisas Eltern bestrebt, sie vor ihrem Lebensgefährten zu bewahren, einem bolivianischen Arbeiter, den sie in Israel kennengelernt hat, der aber straffällig geworden ist. Mit ihm möchte Marisa ein neues Leben beginnen. Doch die Eltern drohen, sie zu enteignen und ihr die Kinder wegzunehmen, weil sie überzeugt sind, dass der vorbestrafte Alfredo sich all die Jahre ihres Geldes bemächtigt hat.

Eine intime Geschichte von Armut, Entfremdung und Entwurzelung – zutiefst persönlich und gleichzeitig von globaler Allgemeingültigkeit.

http://religion.orf.at/projekt03/tvradio/kreuz/kq090303_frauen_fr.htm

http://www.orf.at

http://www.caritas-linz.at/index.php?id=428

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