admin am 22. October 2009
klitoris
das unbekannte organ der frau
Die Klitoris (Fachterminus Clitoris, von griech. “kleiner Hügel”) oder Kitzler ist ein ein kleines, von Schwellkörpergewebe gebildetes zylindrisches Organ der Frau und aller anderen weiblichen Säugetiere.
Sex ist gesund, tut Körper und Seele gut, die Weltgesundheitsorganisation hat das Recht auf Sexualität zum universellen Menschenrecht erklärt. Ungesund dabei ist mitunter das Unwissen der Menschen hinsichtlich ihrer Sexualorgane, wobei das wohl am meisten verkannte Organ die Klitoris ist. Die wenigsten Menschen wissen, wie die Klitoris wirklich aussieht.
Die Klitoris ist ein Organ mit 8000 Nerven, das auch in Lehrbüchern fragmentiert wird.
Die meisten denken bei dem Geschlechtsteil an ein kleines Knöpfchen, das äußerlich zu sehen ist. Die Klitoris, auch Kitzler genannt, ist aber weit mehr, ist ein ganzer Organkomplex, der sich im Inneren des Körpers fortsetzt. Da gibt es zwei Schenkel von je acht bis zwölf Zentimeter Länge, Drüsen, Schwellkörper, Nervenstränge. Rund 8000 Nerven besitzt dieses unbekannte Organ.
Die Klitoris dient nur dem Lustgewinn
Die Klitoris-Schwellkörper entsprechen jenen beim Mann, das Schwellkörpergewebe ist bei beiden Geschlechtern in etwa gleich groß. Hier seien besonders viele Nerven angesiedelt, weswegen dieses Areal, so es stimuliert wird, auch starke Lust vermittelt.
Eine sehr hohe Dichte an Nervenzellen findet sich auch am Klitorisköpfchen, bei vielen Frauen geht von hier das stärkste Lustempfinden aus. Das Organ sei übrigens der einzige Körperteil eines Menschen, dessen alleinige physiologische Funktion die sexuelle Erregung, der Lustgewinn sei. Der Penis des Mannes dient ja auch noch der Fortpflanzung. Das Verbindende zum Penis wiederum: Bei entsprechender Stimulierung nimmt der von der Klitorisvorhaut bedeckte Teil beträchtlich an Größe zu und tritt deutlich hervor. Entwicklungsgeschichtlich gehen Klitoris und Penis aus denselben Anlagen hervor.
Noch eine sexuelle (weithin unbekannte) Gemeinsamkeit zwischen Mann und Frau: Auch das weibliche Geschlecht ejakuliert. Schwillt der Schwellkörper an, kann es zur Ejakulation kommen, selbst ohne Orgasmus, wie beim Mann auch. Lt. einer Studie ejakuliert ein Drittel der Frauen nie – das vermissen diese Frauen aber keinesfalls –, ein weiteres Drittel ejakuliert von Anfang an – „das beginnt beim Mädchen“ –, die verbleibenden 33,3 Prozent beginnen im Laufe ihres Lebens irgendwann damit. Die Menge der Flüssigkeit reicht von wenigen Spritzern bis zu einem Dreiviertel Liter. Viele Frauen glauben, sie hätten Harn verloren; es ist ihnen peinlich, ganz zu Unrecht.
Ausschlaggebend ist jedenfalls die Stimulation des Harnröhrenschwellkörpers, salopp auch als weibliche Prostata bezeichnet. Dann wird in seinen 35 Drüsen, den sogenannten Paraurethral-Drüsen, das Ejakulat produziert. Das geschieht bei jeder Frau, aber nicht jede ejakuliert. In letzterem Fall bildet sich diese Flüssigkeit wieder zurück und wird über die Harnröhre ausgeschieden.